21.03.2019

Das Arabella in Nauders. Mein Zuhause in Österreich.

Autorin - Sofia Willhauk. Es heißt ja immer, Zuhause ist es am schönsten.

Und nachdem ich einige Zeit im Ausland und in unterschiedlichen Städten gelebt habe, gibt es nur wenige Orte, die in einem das Gleiche auslösen, wie das vertraute Elternheim, der bekannte, warme und wohlige Geruch, wenn man eintritt. Nach Hause kommen bedeutet für mich Ankommen und Fallenlassen, ungeschminkt und unverstellt. In sich in Erinnerungen zu schwelgen, der schleichenden Veränderung, die sich womöglich unbemerkt eingestellt hat während man weg war, mal wieder in die Augen zu schauen und zeitgleich zu begreifen, dass an diesem Ort immer alles im Wesentlichen gleich sein wird, auch wenn sich die Welt da Draußen immer schneller dreht.


Ein Ort, an dem ich mich tatsächlich jedes Mal so sehr aufs Neue fallen lasse und zugleich wiederfinde, ist das Arabella im kleinen Tiroler Dörfchen Nauders. Dabei spielt es keine Rolle, ob der umhüllende Winterschnee oder das frische Waldgrün die Kulisse der Alpen beschreibt. Nach Nauders zu kommen, bedeutet für mich einfach, nach Hause zu kommen. Schon die Fahrt durch die wundervolle Berglandschaft, die scheinbar plötzlich an der Deutsch-Österreichischen Grenze aus der Erde aufsteht und immer größer wird, nimmt mir einfach jedes Mal aufs Neue den Atem. Es gibt wenige Orte, an denen man so sehr zu sich kommt, die Seele mutig träumen lässt und sich in scheinbar endlosen Gedanken verliert wie in Mitten dieser wunderschönen Landschaft, umgeben von Bergen und Stille. Es ist als würde man in der schnelllebigen Dauerschleife unseres Alltags einmal kurz den Pause Knopf drücken, denn sobald man das Arabella betritt und von unnahbarer, einzigartiger Herzlichkeit der Familie Moritz und dem bekannten, wohligen Zirbenduft empfangen wird, zählt nur noch das Jetzt. Man taucht ein in eine entschleunigte, langsame Realität mit viel Raum für Ruhe, inneren Frieden, wertvolle Achtsamkeit und bewusst erlebte Dankbarkeit. Wenn man so mit der Schönheit der Natur konfrontiert ist, kann man nicht anders, als dankbar zu sein. Für den Moment, für das Zuhause Namens Erde.


Ich liebe es, mich im Sommer ganz früh am Morgen mit einer Tasse Tee auf die Terrasse zusetzten und der Welt langsam beim Aufwachen zuzusehen. Das könnte ich stundenlang machen. Oder im Winter, erschöpft nach dem Skifahren und mit roten Backen im bequemsten Kuschelpulli mit einem Buch in der "Auszeit" zusetzen, anregende Gespräche zu führen und einfach den Moment zu genießen. Das Arabella in Nauders ist ein ganz besonderer Ort für mich. Und ich denke für jeden, der sich Hin und Wieder in der wundervollen Stille der Natur eine bewusst erlebte Auszeit schenken möchte.

#arabellafamilie

Sofia's Ankunft in Santiago de Compostela am Jakobsweg 2019:

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